Vier Männer für Null Punkte

Sonntag, 30.01.2011 war KEC angesagt - nix wie hin nach Hannover.

 

9 Uhr fuhren wir zu zweit nach Essen, 10 Uhr gings zu viert ab Essen weiter.

Schweres Kölsch-Gepäck durfte dabei nicht fehlen.

Die erste Beschwerde kam dann um 11:20 als bei Mc Donald`s die hungrigen Mäuler gestopft werden wollten. "Wie um 11:30 gibt es erst Burger? Um 11 Uhr gibt es die doch normalerweise !" War es doch eine glatte Unverschämtheit, Sonntags eine halbe Stunde später Burger zu verkaufen. Jedenfalls mussten wir 10 Minuten dem Hungertod entgegenwirken.

Kölsche Musik begleitete uns wie immer auf der Fahrt, jedoch wurde durch den Konsum von genüsslichen Getränken auch der Pausentakt immer höher, doch schafften wir es bis Hannover zu kommen.

Der Parkplatz wurde direkt in Kölner Hand genommen und lauthals Stimmung signalisiert.

Die Halle von Hannover auf dem ehemaligen Expo Gelände stellt sich von aussen relativ groß dar, ist von innen eher dezent gehalten.

Positiv zu anderen Spielstätten: der Auswärtsblock ist direkt hinter dem Tor angebracht.

14:30 war Anpfiff und knappe 4 Minuten später zeigte sich, wer besser ins Spiel fand. Hannover ging durch Sascha Goc 1:0 in Führung. Durch ein leichtes Übergewicht und taktische Disziplin erhöhte Hannover in der 15. Spielminute durch Marvin Krüger auf gar 2:0.

Im zweiten Drittel drehten die Haie auf und drängten Hannover in die Defensive und in der 27. Minute nahmen die Scorpions daraufhin eine Auszeit. Der Kec, weiter beflügelt, gab richtig Gas, doch das Gestänge hielt den Anschluss fern. Ivan Ciernik jedoch vollendete in der 39. Minute zum verdienten Anschluss.

Doch 3 Sekunden vor der Sirene brachte eine Unachtsamkeit in der Abwehr das 1:3 aus sicht der Haie, obwohl vorher eine klare Abseitsstellung zu erkennen war.

Im letzten Drittel warfen die Haie alles nach vorne. Ein Alleingang Ramsay`s in der 42. Minute scheiterte, da er zu Fall gebracht wurde und somit eine klare Torchance verloren ging. Kurios und unverständlich, da es ein klarer Penalty war.

Das Schussverhältnis nach 60. Minuten sprach mit 40:29 Schüssen für den KEC, doch die drei Punkte blieben bei den Scorpions zurück.

Doch eine Niederlage heißt ja nicht gleich schlechte Laune.

Bier war im Auto und ein Grinsen war auch noch auf den Lippen und so traten wir die Rückfahrt an.

Ein Zwischenstop bei Burger King und die anschließende Krönung unseres Königs nahm dem munteren Verlauf an Stimmung zu.

In Essen war um 20 Uhr Ankunftszeit und unser König machte sich auf den Weg in sein Gemach, gestattete seinen Schergen jedoch noch Ausgang zu haben.

Auch im Ruhrgebiet gibt es Kölsch, man mag es ja kaum glauben.

Doch die Kette Eigelstein macht dies möglich und so blieb bis Mitternacht noch die Stimmung da wo sie war. Selbst die dezente Musik für die "Ete-Petete Leute", wie sie fachmännisch genannt werden, macht vor einem Kölner nicht halt.

Auch wenn sie Musik abgestellt wird, schafft es der Kölner sie noch lauter als vorher wieder an zu bekommen.

Gegen 1:15 waren wir sichtlich erschöpft wieder in Köln angelangt und fielen tomüde ins Bett, wohlan das bei einigen um 6 Uhr der Wecker schon wieder ging.